Altersrückstellungen: Ihr Spar-Polster in der PKV einfach erklärt
Kurz gesagt
Altersrückstellungen sind Geld, das Ihre Versicherung jedes Jahr für Sie zurücklegt. Es soll dafür sorgen, dass Ihr Beitrag im Alter nicht zu stark steigt. Beim Tarifwechsel nach §204 VVG nehmen Sie dieses Geld komplett mit.
Was sind Altersrückstellungen?
Wenn Sie jung sind, gehen Sie selten zum Arzt. Wenn Sie älter werden, brauchen Sie meist mehr Behandlungen. Damit der Beitrag im Alter nicht riesig wird, zahlen Sie in jungen Jahren etwas mehr, als eigentlich nötig wäre. Das zusätzliche Geld wird für Sie gespart.
Dieses Spar-Polster nennt man Altersrückstellungen. Man kann es sich wie ein Sparschwein vorstellen, das die Versicherung für Sie verwaltet.
Wie viel Geld ist das?
Nach 20 oder 30 Jahren in der PKV kommen oft zehntausende Euro zusammen. Das genaue Guthaben sehen Sie leider nicht auf einem Kontoauszug. Es steckt in der Berechnung Ihres Beitrags.
Was passiert beim Tarifwechsel?
Beim Tarifwechsel nach §204 VVG nehmen Sie Ihre Altersrückstellungen vollständig mit in den neuen Tarif. Das Gesetz schreibt das so vor. Ihr Sparschwein bleibt also voll.
Was passiert beim Wechsel zu einer anderen Versicherung?
Hier verlieren Sie viel. Wer vor 2009 versichert wurde, verliert seine Rückstellungen beim Versicherer-Wechsel fast komplett. Wer ab 2009 versichert wurde, kann nur einen Teil mitnehmen – nämlich so viel, wie im Basistarif angespart worden wäre. Das ist meist deutlich weniger. Den direkten Vergleich zeigen wir im Blogartikel Tarifwechsel oder Versicherer wechseln?.
Behalten Sie Ihre Rücklagen – und zahlen Sie trotzdem weniger
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Jetzt kostenlos prüfen lassenKurz zusammengefasst
- Altersrückstellungen sind Ihr Spar-Polster für das Alter.
- Beim Tarifwechsel bleiben sie vollständig erhalten.
- Beim Versicherer-Wechsel gehen sie ganz oder teilweise verloren.
Mehr Begriffe einfach erklärt finden Sie im PKV-Lexikon.
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