Standardtarif, Basistarif, Notlagentarif: Die Sozialtarife der PKV
Kurz gesagt
Standardtarif und Basistarif sind günstige Sozialtarife der privaten Krankenversicherung. Ihre Leistungen ähneln der gesetzlichen Krankenkasse. Der Notlagentarif ist nur für Menschen mit Beitragsschulden. Oft ist ein normaler Tarifwechsel die bessere Wahl.
Was sind Sozialtarife?
Jede private Krankenversicherung muss einige besondere Tarife anbieten. Sie sind für Menschen gedacht, die sich ihren normalen Beitrag nicht mehr leisten können. Man nennt sie oft Sozialtarife. Es gibt drei davon.
Der Standardtarif
Der Standardtarif ist für Menschen, die vor 2009 privat versichert wurden. Meist muss man außerdem:
- mindestens 10 Jahre privat versichert sein, und
- mindestens 65 Jahre alt sein, oder ab 55 Jahren ein geringes Einkommen haben.
Die Leistungen sind ähnlich wie in der gesetzlichen Krankenkasse. Der Beitrag ist begrenzt und darf nicht höher sein als der Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse. Oft ist er deutlich niedriger.
Der Basistarif
Den Basistarif gibt es seit 2009. Auch hier sind die Leistungen ähnlich wie bei der gesetzlichen Kasse. Der Beitrag darf nicht höher sein als der Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist aber trotzdem viel Geld. Wer sehr wenig verdient, kann eine Halbierung beantragen.
Ein Nachteil: Manche Ärzte behandeln Basistarif-Versicherte nicht gern, weil sie weniger abrechnen dürfen.
Der Notlagentarif
Der Notlagentarif ist kein Tarif, den man sich aussucht. Man kommt hinein, wenn man seine Beiträge längere Zeit nicht bezahlt hat. Er zahlt nur bei akuten Krankheiten, Schmerzen, Schwangerschaft und für Kinder-Vorsorge.
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Jetzt kostenlos prüfen lassenWelcher Weg ist der richtige?
Das hängt von Ihrer Situation ab. Eine grobe Regel:
- Zuerst einen günstigeren normalen Tarif suchen (§204 VVG).
- Wenn das nicht reicht: Standardtarif prüfen (falls Sie vor 2009 versichert wurden).
- Erst ganz zum Schluss: Basistarif.
Mehr Tipps fürs Alter finden Sie im Ratgeber PKV im Alter.
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